Etiketten für Kosmetik und Pflegeprodukte mit dem LX610e drucken

Etiketten für Kosmetik und Pflegeprodukte mit dem LX610e drucken

Ein Tiegel mit 30 Millilitern Inhalt, eine Tube mit abgerundeter Schulter, eine schmale Flasche mit Pumpspender: In der Kosmetik ist das Etikett selten ein Rechteck, das einfach auf eine gerade Fläche passt. Es muss sich um eine Rundung legen, eine kleine Fläche füllen und nach ein paar Wochen im Badezimmer noch genauso aussehen wie am ersten Tag. Wer solche Etiketten in kleinen Chargen braucht, druckt sie mit dem Primera LX610e selbst und schneidet sie direkt in Form.

Warum Kosmetiketiketten andere Anforderungen haben

Bei Getränken oder Honig ist das Etikett vor allem eine Fläche für Marke und Inhalt. In der Kosmetik kommt die Verpackung dazu. Tiegel und Tuben sind oft gewölbt, haben einen Deckelrand, eine Schulter oder eine Naht. Ein Etikett, das dort Falten wirft, sieht unfertig aus, egal wie gut der Druck ist.

Dazu kommt der Kontakt mit Feuchtigkeit, Öl und Cremes. Ein Etikett am Duschgel bekommt Wasser ab, eines am Handcremetiegel fettige Finger. Das Material und die Tinte müssen das aushalten, sonst wellt sich der Rand oder die Farbe läuft an.

Und die Auflagen sind klein. Eine neue Duftnote, ein Probiergröße-Tiegel, ein Geschenkset zu Weihnachten: Häufig brauchst Du 50 oder 100 Etiketten, nicht 5000. Genau dafür ist der LX610e gedacht.

Kleine Formate brauchen eine saubere Kontur

Der LX610e hat einen eingebauten Cutter und schneidet Etiketten als Kontur aus, nicht nur als Bahn mit gerader Kante. Du legst die Form in der Software an, und das Gerät druckt und schneidet in einem Durchlauf. Bei einem Deckel mit 40 Millimetern Durchmesser ist das der Unterschied zwischen einem runden Etikett und einem Viereck, das an den Ecken übersteht.

Für Kosmetik sind vor allem drei Formen gefragt: der Kreis für Tiegeldeckel, das Oval oder die abgerundete Form für Flaschen und die schmale Banderole, die einmal um die Tube läuft. Achte beim Anlegen darauf, dass zwischen Druck und Schnitt ein kleiner Rand bleibt. Ein Sicherheitsabstand von zwei bis drei Millimetern verhindert, dass der Schnitt ins Motiv läuft, wenn das Material beim Einzug leicht wandert.

Wie Du Formetiketten grundsätzlich planst und welche Fallstricke es beim Konturschnitt gibt, liest Du in Konturschnitt im Alltag: So planst Du Formetiketten mit dem LX610e wirklich.

Material wählen: was Feuchtigkeit und Öl aushält

Das Etikett ist nur so gut wie das Material, auf dem es sitzt. Für Kosmetik haben sich ein paar Varianten bewährt:

  • Weißes oder transparentes Kunststoffmaterial für Duschgel, Shampoo und alles, was nass wird. Transparent wirkt auf klaren Flaschen besonders sauber, weil die Flüssigkeit durchscheint.
  • Strukturpapier matt für Cremes und Naturkosmetik. Es fasst sich angenehm an und passt zum Look vieler Pflegelinien.
  • Laminieretiketten, wenn das Etikett viel Reibung aushalten muss, etwa an einer Tube in der Handtasche.

Bei Tiegeln aus Glas oder Kunststoff lohnt ein Blick auf die Haftung. Stark gewölbte Flächen und kalte Oberflächen sind schwieriger als eine gerade Flasche. Drucke ein Testetikett und klebe es einen Tag lang auf den echten Tiegel, bevor Du die ganze Charge produzierst.

Wie Du beim Strukturpapier den gewünschten Look triffst, steht in Strukturpapier-Etiketten mit dem LX610e: So gelingt der edle Look für Deine Produkte.

Der Druck: 4800 x 1200 dpi auf kleiner Fläche

Auf einem 40-Millimeter-Etikett ist wenig Platz. Inhaltsstoffe, Füllmenge, Chargennummer und ein kleines Logo müssen lesbar bleiben. Der LX610e druckt mit 4800 x 1200 dpi, das reicht auch für feine Schriften und dünne Linien. Wichtig ist, dass Du die Schriftgröße nicht zu klein wählst: Unter fünf Punkt wird es auf einem Tiegel im Ladenlicht schwer lesbar, auch wenn der Drucker es scharf ausgibt.

Der LX610e arbeitet mit einer Farbpatrone, in der Cyan, Magenta und Gelb plus ein Schwarz in einem Wechsel-Druckkopf sitzen. Du tauschst also den kompletten Druckkopf und bekommst damit bei jedem Wechsel wieder einen sauberen Druck. Bei Kosmetik mit vielen hellen Tönen und feinen Verläufen ist das ein Vorteil, weil Staub und eingetrocknete Tinte keine Streifen hinterlassen.

Vom Testetikett zur kleinen Serie

Der typische Ablauf in der Kosmetikwerkstatt sieht so aus: Du gestaltest das Etikett einmal in der Software, druckst ein Muster auf dem Material, das später auch verwendet wird, und klebst es auf das echte Behältnis. Passt die Form, produzierst Du die Charge. Bei 80 Tiegeln für eine neue Serie ist das eine Sache von einer Stunde, nicht von einer Woche Wartezeit beim Etikettendienstleister.

Wenn Du häufiger kleine Mengen brauchst, lohnt es sich, mit dem Messerdruck zu arbeiten. Er bestimmt, wie tief die Klinge ins Material geht. Zu wenig Druck, und das Etikett hängt an einer Stelle noch am Trägerpapier; zu viel, und das Trägerpapier wird durchtrennt. Wie Du den richtigen Wert findest, steht in So stellst Du den richtigen Messerdruck beim Primera LX610e Pro ein.

Was Du vor dem ersten Kosmetik-Etikett klären solltest

  • Behältnisform und Durchmesser: gerade Fläche, Wölbung oder Deckelrand?
  • Material, das zur Pflegelinie passt, und ob es Feuchtigkeit und Öl aushält.
  • Schriftgrößen, die auch auf dem kleinen Etikett lesbar bleiben.
  • Ob die Etiketten von Hand aufgeklebt werden oder eine Spenderlösung brauchen.

Für den Anfang musst Du nicht raten. Wir von Karley drucken Dir ein Muster auf Deinem eigenen Material, damit Du siehst, wie Farbe und Kontur auf dem Tiegel wirken. Wenn Du den LX610e erst im Betrieb testen möchtest, kannst Du ihn bei uns mieten; die Miete wird bei einem späteren Kauf verrechnet. Melde Dich einfach bei unserem Team, wenn Du die passende Materialauswahl oder einen Termin im Showroom in Recklinghausen brauchst. Die falsche Materialauswahl macht Dein ganzes Projekt zu Nichte und man denkt: Was für ein sch... Gerät. Aber nein, wir können die versichern, dass wir einige Kunden in dem Bereich haben - aber die richtige Beratung ist wichtig und das Zusammenspiel aus Drucker, Material und richtiger Tinte führt zum Erfolg.

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